Bamberger Peinlichkeiten zur kaschierter NS-Justiz und negiertem Antiziganismus, 29.08.2021

…ausgerechnet in Bamberg wird – nach Gustl Mollath und Ulvi Kulac ein weiterer, absolut untragbaren Skandal – der ehemalige Behördenleiter der Generalstaatsanwaltschaft Dr. Georg Fick ungerührt auf der Honoratiorenliste geführt.

Entgegen Gutachten 1/46 vom 28. Juni 1946 war er eben nicht nur lediglich stellvertretender Vorsitzender des Sondergerichts, ohne als solcher tätig zu werden, sondern ausweislich des – zumindest bislang (noch) – ohne Konsequenzen gebliebenen Aufhebungsbescheides 107 AR 194/98 der Staatsanwaltschaft Bamberg vom 28. September 1998 als ausgewiesener Nazi vom (keineswegs ein Aprilscherz!) 01. April 1955 bis 31. Mai 1962 exponiert tätig!



Für einen unmissverständlich orientierten Staatsminister der Justiz, ergibt sich ein konkreter Ansatz, markantes Zeichen zu setzen: leeren Worten der Vergangenheit pragmatische Tat folgen zu lassen, also bsw. Dr. Georg Fick zu löschen, oder zumindest durch Hakenkreuz zu kennzeichnen!

Erinnerungen vom 17. und 25. Dezember 2019 blieben unbeantwortet!

Bedenkt man, weshalb der Bruder vom Nazianwalt Rieger in den 70er Jahren den Verein der CDU/CSU-Freunde gegründet hat und das, obwohl er zu der Zeit selbst schon NPD Mitglied war, legt auch dies die Zwickmühle offen, in welcher sich Bayerns Staatsminister der Justiz befindet!

Waren es in der dunkelsten Phase Deutschlands insbesonders die Wegseher, Schweiger und Mitläufer, welche das Gräuel perversester Machthaber begünstigten, so wabern gegenwärtig ähnliche Szenarien vermehrt auf, ermöglichen Extremisten und Rassisten unsäglichen Zulauf und lassen die Konturen zwischen NS-Nachfolgern und etablierten Parteien brandgefährlich verschwimmen.

Der heutige Generalstaatsanwalt Wolfgang Gründler reagierte auf den Sachverhalt angesprochen und wandte ein weiters Nazi-Relikt: die Sippenhaft an, löschte einfach die gesamte Honoratiorenliste, also auch 11 hiervon gar nicht betroffene, ehemalige Behördenleiter.

Und als wenn dies noch nicht genug wäre, setze er noch einen unguten Fauxpas obendrauf, nutze ähnlich den jüdischen Grabsteinadressen in der Kohl-Spenden-Affaire, das Holocaust Leid um das Fehlverhalten zu übertünchen, indem er im quasi Gegenzug einen Antisemitismus-Beauftragten einsetzte und somit den Sinti und Roma, wie weiteren Minderheiten einen Schlag ins Gesicht bzgl. deren erlittener und unerwähnter Gräuel versetze.

So ist es an allerhöchster Zeit, endlich eine Richtung weisende und zukunftsfähige Positionierung einzufordern, auch um so allen Ausuferungen der falschen Kräfte in konkret dieser Konsequenz Einhalt zu gebieten.

Also auch Flagge zu zeigen, wie viel Nationalsozialismus in der CSU steckt, oder eben auch nicht!

https://option.news/wann-arbeitet-die-justiz-ihre-eigenen-ns-vergangenheit-auf

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