Günter Oettinger (CDU) und Ulrich Goll (FDP) : In der Justiz gibt es keine Missstände und die "grob ehrenrührigen Behauptungen und Werturteile" von Richer Frank Fasel entbehren jeglicher Grundlage, Stuttgarter Zeitung 30.10.2008

Günter Oettinger (CDU) und Ulrich Goll (FDP) : In der Justiz gibt es keine Missstände und die „grob ehrenrührigen Behauptungen und Werturteile“ von Richer Frank Fasel entbehren jeglicher Grundlage, Stuttgarter Zeitung 30.10.2008
Auch als Zivilrichter, der vorwiegend mit Bankfällen befasst war, fiel Fahsel aus dem Rahmen. Harsch rügte er etwa 1996 den Bundesgerichtshof (BGH) für eine aus seiner Sicht allzu bankenfreundliche Rechtsprechung. Beim BGH, schrieb er in einer Urteilsbegründung, handele es sich um einen „von Parteibuchrichtern der gegenwärtigen Bonner Koalition dominierten Tendenzbetrieb“, der sich allzu oft als „verlängerter Arm der Reichen und Mächtigen“ verstehe. Banken seien für diese „ehrenwerte Institutionen“, die gar nicht sittenwidrig handeln könnten. Wegen solcher „Fundamentalopposition“ soll sich der Amtschef des Justizministeriums, Michael Steindorfner, geweigert haben, dem Richter, wie üblich, die Urkunde zum 40-Jahr-Dienstjubiläum auszuhändigen.
Auch beim Ressort von Steindorfner und Ulrich Goll (FDP) meldeten sich übrigens einige Bürger, die gerne eine Stellungnahme zu Fahsels Vorwürfen gehabt hätten. Davon habe man jedoch abgesehen, weil die „grob ehrenrührigen Behauptungen und Werturteile“ in dessen Leserbrief viel zu pauschal seien, erläutert ein Sprecher. Die Attacken des „in der Justiz hinlänglich bekannten“ Richters „mögen persönlich motiviert sein, entbehren aber jeder Grundlage“.
In diesem Sinne antwortete auch Günther Oettinger, an den sich ebenfalls irritierte Leserbriefleser wandten. „Die von Ihnen zitierten Vorwürfe sind nicht haltbar“, ließ er einen Referenten der Staatskanzlei ausrichten. „Herr Ministerpräsident setzt volles Vertrauen in die Justiz des Landes.“

Auf Englisch heißt solch ein Verhalten: Rejection and Denial. – Zurückweisung und Abstreiten der Tatsachen.
Derartiges Verhalten gilt in der Psychologie als ein Anzeichen für besonders schwer heilbare psychische Erkrankungen. Die Wahrnehmung und Anerkennung von Fehlern und von Fehlverhalten als solches ist nämlich Voraussetzung und im Wesentlichen die einzige Möglichkeit, deren Behebung zu erreichen. …“

Da die oben genannten Abstreiter aber von den Missständen profitieren und direkt Einfluß auch auf die Staatsanwaltschaft nehmen können besteht für diese auch kein Grund etwas zu verbessern, sondern es ist für diese sogar notwendig alle Justizverbrechen zu bestreiten und auch die vielen justizgeschädigten Menschen zu verleugnen und mundtot zu machen.

Teilen auf:
Dieser Beitrag wurde unter Alle Artikel, Korruption, Nebentätigkeiten veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.