OLG Oldenburg verurteilt Anwalt, Man­danten um mehr als 110.000 Euro betrogen, 05.02.2016

OLG Oldenburg verurteilt Anwalt, Man­danten um mehr als 110.000 Euro betrogen,  LTO, 05.02.2016

Ein ehemaliger Rechtsanwalt ist vom OLG Oldenburg zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 9 Monaten verurteilt worden, ein dreijähriges Berufsverbot gab’s obendrein. Der Jurist hatte Mandanten um insgesamt mehr als 110.000 Euro betrogen.


…So suchte er im Jahr 2007 die Ehefrau eines inhaftierten Mandanten auf und behauptete, dass eine Durchsuchung anstehe. Wenn sie noch Bargeld oder Wertsachen im Haus habe, könne er diese gern mitnehmen und für sie verwahren. Die Ehefrau händigte ihm daraufhin 42.000 Euro aus, die der Anwalt für sich behielt. Ein Jahr später erhielt der Rechtsanwalt von demselben Mandanten den Auftrag, zwei Lebensversicherer auf Zahlung von knapp 20.000 Euro in Anspruch zu nehmen. Die Überweisungen verbuchte der Rechtsanwalt als Einnahme und behielt das Geld für sich.

2010 veruntreute der Anwalt weitere 26.000 Euro, die er in einem Zivilverfahren für einen anderen Mandanten erstritten hatte. Im selben Jahr überredete er ein Ehepaar, das auf Rückzahlung unberechtigter Sozialleistungen in Höhe von mehr als 30.000 Euro in Anspruch genommen worden war, ihm ihr Sparguthaben in Höhe von 25.000 Euro zu überweisen, unter den Vorwand, es sei für den Rechtsstreit besser, wenn sie kein Geld auf dem Konto zu hätten. Auch dieses Geld unterschlug er.

Polonaise durch die Instanzen…

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