Wenn das Eigenheim zum Albtraum wird, “Da muß man sich fragen ob in der Justiz im Land alles richtig läuft.”, 13.02.2020

Es war ein Glücksfall, dass Karin und Wolfgang ein Baugrundstück mit Garten in Denzlingen kaufen konnten. Doch was dann geschah, können die beiden bis heute nicht fassen.

Angefangen hat es schon kurz nach dem Einzug vor 13 Jahren. Unter dem Dachvorsprung läuft Wasser auf die Terrasse. Der Bauträger weigert sich, den Schaden nachzubessern.
Ein Privatgutachten bestätigt: Wasser dringt durch das Dach ein.
Das Ehepaar klagt beim Landgericht Freiburg auf Vorschuss für die Sanierungskosten. Das Gericht fordert ein eigenes Gutachten, das Haus wird für die Proben überall aufgerissen. Die Familie lebt in einem Provisorium.
Dieser Zustand und der Prozess dauern vier Jahre lang. Sämtliche Kosten bleiben an der jungen Familie hängen. Und dann der Schock: Gegen alle Wahrscheinlichkeit verlieren sie den Prozess.
Sie geben nicht auf, gehen ans Oberlandesgericht Karlsruhe in Berufung. Dort wird der Klage im vollen Umfang stattgegeben.
Doch bis die Familie sanieren kann, vergehen erneut drei Jahre. Das Haus wird zur Baustelle und die Kosten für die Sanierung werden doppelt so hoch wie gedacht.
Doch trotz des gültigen Urteils verweigert der Bauträger die Zahlung. Begründung: die Versicherung seines Architekten weigere sich, dafür aufzukommen.
Die Familie reicht erneut Klage beim Landgericht ein. Vier Jahren schleppt sich das Verfahren beim Landgericht schon hin. Wolfgang und seine Frau Karin verlieren den Glauben an eine funktionierende Justiz.

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