Das Erste, Der ganz normale Wahnsinn am Amtsgericht, völlig überlastete Amtsgerichte mit gravierenden Folgen, 29.07.2013

Bild Das Erste Der ganz normale Wahnsinn am AGExclusiv im Ersten: „Ich sag jetzt nichts mehr!“, Der ganz normale Wahnsinn am Amtsgericht, Mo 29.07.2013, 21:50 Uhr

Leipzig – das größte Amtsgericht in den neuen Bundesländern. Im Stundentakt wird hier Recht gesprochen. Bei den Richtern stapeln sich die Akten. Die Arbeitsbelastung ist enorm.

Eigentlich dachte Richter Weber die Sache wäre schnell erledigt.
Doch der Anwalt zögert den Prozess mit Anträgen hinaus.
Richter Weber kostet es Zeit, die er nicht hat.
Denn am Amtsgericht herrscht Personalnot.
Die Verfahren bleiben immer länger liegen, denn mehr als verhandeln kann man nicht.
Je weniger Richter vorhanden sind umso mehr Fälle sind auf den einzelnen Richter verteilt und der hat dann anstatt 40 Fälle pro Monat 45 oder 50 Fälle und das schafft man auf Dauer nicht.
So muss auch Richterin Webers viele Straftaten verhandeln, die schon ein Jahr oder noch länger zurückliegen.
Die Überlastung des Gerichts hat gravierende Folgen.
Das führt dazu das möglicherweise Täter frei gesprochen werden obwohl sie zu früheren Zeiten hätten verurteilt werden können oder dass es zu milderen Urteilen aufgrund des Tatablaufs kommt.
Richterin Webers hat keine Pause. Sie und ihre Kollegen versuchen mit unzähligen Überstunden die Flut an Prozessen zu bewältigen. Wir schaffen das trotzdem nicht in der Zeit in der sich der Bürger das berechtigterweise wünschen würde.
Und da kann uns nur die Politik helfen, weil wir selber bestimmen ja nicht über die Einstellungen bzw. die Anzahl der Kollegen und da ist letztlich die Politik gefragt und die möchte das nicht..

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