Gefängnisärzte zu wenig am Arbeitsplatz mit zu vielen Nebentätigkeiten, 12.07.2013

Was Gefängnisärzte während ihrer Dienstzeit machen, Mindener Tageblatt, 12.07.2013 Seite 23

Zum einen sind sie nur selten am Arbeitsplatz, zum anderen üben sie noch zahlreiche Nebentätigkeiten aus, die ihnen ein beträchtliches finanzielles Zubrod bescheren.
Landesrechnungshof stellte die Abzocke nach längeren Recherchen fest.
Aufgabe der Ärzte in den 36 nordrhein-westfälischen Justizvollzugsanstalten und sechs Jugendarrestanstalten ist es, die Gefangenen regelmässig zu untersuchen und medizinisch zu versorgen.
Für ihre Tätigkeit werden die Gefängnisärzte nach den Besoldungsgruppen A13 bis A16 bezahlt, was in der jeweiligen Endstufe ein monatliches Einkommen von 4387 bzw. 6118 EUR bedeutet (zuzüglich etwaiger Sonderzahlungen wie Familienzuschläge).
Ihre Dienst- und Präsenzzeiten werden nach Erkenntnissen des LRH häufig nicht eingehalten.
Ebenfalls kritisch sieht der LRH die Nebentätigkeiten: Im Durchschnitt übten sie mehr als 3 Nebentätigkeiten aus, die teilweise auch wärhend der normalen Dienstzeit wahrgenommen wurden.

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