Jugendrichter aus Magdeburg mit Kinderpornos auf dem Computer, 18.01.2005

Spiegel online, Prozess um Kinderpornos Jugendrichter streitet Vorwürfe ab

In Magdeburg ist der Prozess gegen einen Jugendrichter eröffnet worden, der Kinderpornographie aus dem Internet heruntergeladen haben soll. Das belastende Material war in den Wohnungen des Angeklagten beschlagnahmt worden. Der inzwischen suspendierte Richter erklärte, die Bilder seien ihm untergeschoben worden.

Magdeburg – Der Angeklagte, der selbst fünf Kinder hat, bestritt sämtliche Vorwürfe. Er habe den „begründeten Verdacht“, die 19 kinderpornografischen Bilddateien und die vier Videosequenzen seien ihm „durch eine dritte Person in seine Wohnung verbracht worden“. Über die näheren Umstände machte er in der öffentlichen Verhandlung keine Angaben.

Auf Antrag der Verteidigung wurde die Öffentlichkeit immer wieder ausgeschlossen, wenn es um das Familien- und Sexualleben des Angeklagten ging.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 44-jährigen Amtsrichter aus Quedlinburg den Besitz pornografischer Schriften vor, „die den sexuellen Missbrauch von Kindern zum Gegenstand haben“. Die Darstellungen zeigen laut Anklage Jungen im Alter von zehn bis 13 Jahren und würden „ein tatsächliches und wirklichkeitsnahes Geschehen wiedergeben“.

Das Material war in den Wohnungen des Angeklagten in Quedlinburg in Sachsen-Anhalt und im niedersächsischen Hardegsen beschlagnahmt worden. Oberstaatsanwalt Peter Vogt sagte, die Darstellungen auf den Dateien zeigten, wie junge Menschen „zum bloßen Objekt geschlechtlicher Begierde“ degradiert worden seien. …

Teilen auf:
Dieser Beitrag wurde unter Alle Artikel, Kinderpornojuristen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.