Fall Windhorst: Kritik an der Justiz im Gerichtsbezirk OLG-Hamm

Fall Windhorst: Kritik an der Justiz im Gerichtsbezirk OLG-Hamm:
Bielefeld. Jetzt soll sich Justizministerin Brigitte Zypries mit der Geschichte von Aufstieg und Fall des Rahdener Unternehmers Lars Windhorst befassen. Ulrich Arlt hat eine Beschwerde formuliert, in der er das Vorgehen der Bielefelder Staatsanwaltschaft, des Generalstaatsanwaltes in Hamm und des Oberlandesgerichts Hamm harsch kritisiert.
Es sei nicht ausreichend ermittelt worden, schreibt Arlt. Windhorst sei „niemals vernommen“ worden. Es seien auch keine Nachforschungen über seinen Schuldenstand angestellt worden. Und es sei auch nicht richtig nachgedacht worden, als die Betrugsermittlungen gegen Windhorst letztlich aus formalistischen Gründen eingestellt wurden. Das OLG Hamm hatte im April das letzte Wort gesprochen, als ein Klageerzwingungsantrag abgeschmettert wurde.
…Auf die Frage, was einen Geldgeber wohl veranlassen könne, Millionenbeträge ausgerechnet an Windhorst zu überweisen, antwortet Marseille: Jeder Unternehmer bekomme leuchtende Augen bei der Aussicht auf so tolle Kontakte zu Wirtschaftslenkern und Politikern, wie sie Windhorst verspreche.
(Andere, prominente Investoren sind tatsächlich bei Windhorst beteiligt worden ?“ und sind mit dieser Beteiligung inzwischen ausgesprochen unzufrieden. Andreas Fritzenkötter, ehemals Sprecher von Kanzler Helmut Kohl (heute Bauer-Verlag) und der ehemalige Kohl-Berater und Bild-Chefredakteur Hans-Hermann Tietje (heute selbstständig) stehen mit sechsstelligen Beteiligungen an der Windhorst Electronics im Rahdener Handelsregister.)

Teilen auf:
Dieser Beitrag wurde unter Alle Artikel, Insolvenz veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.