Frankfurter kämpft gegen Pfusch-Richter und Schluder-Anwälte, Antirechtsmissbrauch-Verein fordert Justiz-Kontrolle, Ministerium nimmt’s nicht ernst, Rhein-Main ExtraTipp, 15.01.2012

Frankfurter kämpft gegen Pfusch-Richter und Schluder-Anwälte, Rhein-Main ExtraTipp, 15.01.2012

Ein Viertel aller Gerichtsurteile sind Fehlurteile! Davon ist der Frankfurter Justiz-Experte Horst Trieflinger überzeugt.
Mit seinem Verein gegen Rechtsmissbrauch hat er fehlerhaft arbeitenden Richtern und schludrigen Anwälten den Kampf angesagt.

Seine Forderung: Statt dem Gerichtspräsident soll ein unabhängiger Justiz-Ombudsmann bei Beschwerden einschreiten können.
Horst Trieflinger ist es gewohnt, dass seine Anschuldigungen von Justiz und Ministerium abgebügelt werden. „Viele Richter arbeiten nicht sorgfältig und fällen häufig Fehlurteile nach eigenem Gutdünken. Aber es gibt keinen, der ihre Arbeit wirklich kontrolliert.“ Der Gerichtspräsident, dem diese Aufgabe eigentlich zukomme, schmettere grundsätzlich alle Beschwerden ab, so Trieflinger. „Das was wir anprangern, will von den denen nämlich keiner wahr haben.“
Beim Hessischen Justizministerium nimmt man die Vorwürfe des Vereins nicht einmal ernst. Sprecher Hans Liedel: „Ich halte diese Anschuldigungen für albern. Unsere Richter sind unabhängig und an die Gesetze gebunden. Außerdem will ich erst einmal die vielen Fälle sehen, bei denen Fehlurteile ergangen sind.“ Aber genau das ist das Problem mit dem Trieflinger und sein Verein kämpfen. „Weil es keine effektive Kontrollstelle gibt, gibt es auch offiziell keine Fehlurteile. Dahinter verstecken die sich. Deswegen brauchen wir hier einen Ombudsmann.“

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