Justizirrtümer in Deutschland Schwere Justizirrtümer werden eher selten aktenkundig. Hier drei Beispiele:

Das Landgericht Stuttgart verurteilte 1995 eine ehemalige Pharmaziestudentin wegen Giftmordes an ihrer Nichte (8) zu lebenslanger Haft. 1999 sprach der Bundesgerichtshof die Frau frei: Das Urteil sei aufgrund reiner Vermutungen gefällt worden.

Ein Ziegeleiarbeiter wurde 1971 in Hamburg wegen Sexualmordes an einer 6jährigen verurteilt. Ein später aufgetauchtes Polizeiprotokoll schloß ihn als Täter aus. Nach 17 Jahren im Gefängnis wurde er freigesprochen.

Ein Offenburger Gericht warf einem Fleischer 1955 den Mord an einer Frau vor – lebenslange Haft. Ein Gutachten bewies 1969: Das Opfer starb an Herzversagen.
deutsche presse agentur

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