Schikanöse Gerichtskontrolle am AG Mönchengladbach um lügende Richter zu schützen, 15.04.2018

Was war das hier heute wieder für ein Elefantenfurz am Amtsgericht Mönchengladbach-Rheydt, Beamtendumm

Das juristische Spektakel fand am Freitag den 13, natürlich im Sitzungssaal 13 statt. Um 11 Uhr sollte die Verhandlung beginnen, vielleicht, damit das Urteil zwischen 13 Uhr und 13:13 Uhr verkündet werden kann.

Es kam anders. Schon kurz nach 12 Uhr haben wir das Gericht wieder verlassen. Das Spektakel fand zwar statt, endete aber völlig unspektakulär. 11 Uhr bis ca. 12:15 Uhr, bedeutet dies, dass das Spektakel ca. 75 Minuten dauerte?

Nein natürlich nicht. Die vorherige Verhandlung dauerte länger. Erst gegen 11:15 Uhr verließen die Beteiligten des vorherigen Termins den Sitzungssaal.

Dann ging es aber unverzüglich nicht los. Warum nicht, musste der Richter noch auf das Töpfchen, vielleicht weil 10 Prozessbeobachter anwesend waren? Nein, das dürfte nicht der Grund gewesen sein.

Vor dem Sitzungssaal warteten mit uns bereits 2 Justizwachleute. Die gingen nun in den Sitzungssaal, und schlossen die Türe hinter sich. Klarer Fall, ein ehemaliger Rechtsanwalt wollte in den Sitzungssaal, und BEAMTENDUMM auch noch, da machte man sich natürlich Sorgen um die Sicherheit.

Nun glauben sie aber bloß nicht, die hätten den Sitzungssaal nach Sprengstoff durchsucht, damit der draußen wartenden Justizprominenz nichts passieren kann. Nein, die machten sich natürlich nur Sorgen um ihre eigene Sicherheit, um ihren eigenen Arsch, oder etwa ihren Job?

Im Verfahren ging es darum, dass eine frühere Verhandlung heimlich aufgezeichnet wurde. Das galt es heute unbedingt zu verhindern, denn die Justiz war wohl der Meinung, dass man es sich nicht leisten kann, dass durch eine Tonaufzeichnung wieder ein Richter oder eine Richterin beim Lügen erwischt wird. Man bedenke, eine Richterin die lügt, das ist nicht so schlimm, das ist quasi das Alltagsgeschäft, der Normalfall, der Status quo im Sitzungssaal. Dass das aber auch noch der Bürger aufzeichnet , und der Justiz Lügen und Rechtsbeugung nachweist, das ist der juristischer Supergau.

Wenn ein Richter sagt, dass die Ampel blau ist, dann ist das halt so. So wie halt auch für Juristen 12200 gleich 4800 ist. Dann hat der Bürger die Fresse zu halten, und nicht zu meckern, denn wir sind halt ein Rechtsstaat, und so funktioniert halt der Rechtsstaat. Basta. Und ein Bürger, der mit einem Foto nachweist, dass die Ampel grün ist, der mit einem Taschenrechner vorrechnet, dass 12200 nicht 4800, sondern nur 2400 ist, oder wer gar mit einer Tondatei nachweist, dass eine Richterin lügt, den braucht die Justiz in diesem Land gar nicht. Da könnte man ja gleich mit dem Aufdruck PROZESSBEOBACHTER auf dem T-Shirt den Sitzungssaal betreten. Solche Leute nannte man früher meist Querulanten, und heute immer öfters Reichsbürger.

Um den eigenen Arsch, und den eigene Job zu retten, musste heute unbedingt verhindert werden, dass evtl. wieder die öffentliche Verhandlung aufgezeichnet wird. Der Richter und die beiden Justizwachleute diskutierten im Sitzungssaal wohl, wie man das machen könnte. Vielleicht hätte man das ja sogar auch mal etwas früher machen können.

Nach ungefähr 10 Minuten hatte ich die Schnauze voll. Neben der Tür leuchtete ein Schild. ÖFFENTLICHE VERHANDLUNG war dort zu lesen. Dann gehe ich da halt mal rein.

Warten Sie bitte draußen,

schalte es mir von drinnen entgegen, als ich die Tür geöffnet hatte. Das machte ich dann auch, aber Minuten später öffnete sich die Tür, und man durfte eintreten. Eintreten schon, aber jeder nur einzeln. Das habe ich so noch nicht erlebt.

Drinnen wurde man dann von den beiden Justizheinis nochmals durchsucht, obwohl man ja schon im Eingangsbereich durchsucht wurde. Handy und andere mögliche Aufnahmegeräte musste man abgeben. Diese landeten in einem großen Briefumschlag auf dem dann der Name geschrieben wurde. Natürlich wurde auch noch alles andere durchsucht, z. B. auch die Geldbörsen etc. Nachdem man zunächst sämtlichen Tascheninhalt in eine Kiste packte, wurde man von den Justizwauwaus auch nochmal mit der Handsonde abgetastet. Danach durfte man seine Sachen, die nicht in dem Briefumschlag landeten, wieder an sich nehmen. Das dauerte natürlich. Und bei 11 Leuten dauerte das halt dann auch noch etwas länger. Eine weitere halbe Stunde war vorbei, als der letzte Besucher kontrolliert war.

Von Privatsphäre haben die Dummies dort im Sitzungssaal auch noch nichts gehört. Der Richter, und auch die bereits Kontrollierten im Zuschauerraum haben das zwangsläufig immer mitangesehen. Ich weiß z. B. wie viele gebrauchte Taschentücher der letzte Zuschauer aus Bielefeld in die Kontrollkiste geworfen hatte. Vielleicht nicht dramatisch, aber auch nicht unbedingt nötig.

Inzwischen war es also 12 Uhr geworden. Um 11 Uhr sollte die Verhandlung beginnen, aber erst ab 11:30 Uhr fing die peinliche Kontrolle gebrauchter Taschentücher statt. …

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